Mittwoch, 20. Januar 2010

Qualitätssicherung auf Japanisch

Durch den Schulbesuch auf der anderen Seite der Welt wird man in der Schulklasse automatisch mit anderen Kulturen und Gebräuchen konfrontiert. Korea, Saudi Arabien, Vietnam, Brasilien, China und Japan, um eine Auswahl zu nennen, sind dann die Länder, aus denen die Klassenkameraden stammen. Und so erfährt man die eine oder andere doch etwas schräge Geschichte.

Zum Beispiel von meinem neuen Freund Hayato aus Japan. In gewissen höheren Universitäten oder auch Firmen sind Personen eingestellt, die nur für die Reinigung und den Unterhalt der WC-Anlagen zuständig sind. Ist eigentlich an und für sich nichts Weltbewegendes, da es das in unseren Breitengraden auch gibt. Was das Ganze aber etwas schräg und fremd erscheinen lässt ist die dort angewendete Qualitätssicherung.

Um sicher zu gehen, dass die für die Toilette zuständige Reinigungskraft auch wirklich sauber arbeitet, wird mit regelmässigen, unangekündigten Stichproben das Resultat der Reinigung getestet. Aber wie?
Werden Abstriche gemacht und in Petrischalen die Bakterienkulturen gezüchtet?

Nein, viel einfacher und effizienter.
Die Reinigungskraft hat zum Nachweis ihrer perfekt ausgeführten Arbeit unter den wachsamen Augen eines Vorgesetzten ein Glas Wasser aus der soeben von ihm gereinigten Toilette zu trinken.

Qualitätssicherung der extremen Sorte.

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